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Harris Hawk

H_logo.jpgDer Harris Hawk (Wüstenbussard)

Der lateinische Name des Harris Hawk ist Parabuteo, ins deutsche übersetzt „dem Bussard ähnlich“. Manche bezeichnen den Harris Hawk auch als amerikanischen Habicht. Entdeckt wurde der Harris vom amerikanischen Naturwissenschaftler Audubon.

 

Aussehen:

Der Harris ist ein typischer Greifvogel. Auch hier gibt es den Größenunterschied zwischen Terzel und Weib. Das Weib kann eine Körperlänge von 60 cm und Terzel ab 45 cm haben, auch hier variieren wieder die Vögel untereinander. Die Flügelspannweite beträgt ca. 120 cm. Das Gefieder ist beim Harris vorwiegend braun, wobei auch hier im Alter die relativ rote Hose und Flügelbug auffallen. Ein auch sehr typisches Zeichen ist die weise Bänderung am Stoßende und der weise Brock. Seine Ständer sind auffallend lang und dünn, dieses erinnert ein schnell an den Sperber oder einige Weihenarten. Jeder der einen Harris als Beizvogel hält und wenn möglich auch noch einen Lahner hat kennt die doch ungewöhnlich klingende Stimme.

 

Verhalten: Der Harris lebt in der Natur in einen lockeren Verband und geht entgegen vieler Behauptungen keine lebenslange Ehe ein. So kann es vorkommen, dass bis zu drei Terzel gleichzeitig an einem Horst bauen. Kaum ein Greifvogel ist gegenüber seiner Artgenossen so sozial eingestellt wie der Harris, dieses macht sich auch in der Falknerei zu Gute. Gerne wartet der Harris in der Wüste auf großen Kakteen an. So kann es auch vorkommen, dass ein vom Harris verfolgtes Wild von einem anderen Harris geschlagen wird. Hierbei kommt es aber weniger zu Kämpfen (Futterneid) wie beim Seeadler oder Bussard vor. Gerade bei den letzteren kann man solche Kämpfe an Luderplätzen oder bei der Lachswanderung beobachten. Auch in der Natur kann man den Harris nicht unbedingt zu den scheusten Vögeln zählen.

Die Jagd:

Der Harris ist nicht so wendig wie der Habicht aber er kommt dem schon sehr nahe. Sein Beutespektrum ist breit gefächert, jedoch kommen sehr selten Tiere in der Größe eines Kaninchens vor. Mehr bevorzugt der Harris Mäuse, Ratten, Eidechsen, Schlangen, Wachteln oder auch Kleinvögel. Als Ansitz dienen meistens Kakteen, Telefonmasten oder Pfähle von Weidezäunen. Manchmal findet man bei der Jagd eine gewisse Arbeitsteilung vor, während der eine versucht die Beute aus dem Versteck oder Unterstand zu treiben, wartet ein Anderer auf das flüchtende Beutetier. Dieses Schema kann sich immer wieder ändern, so kann der eine heute Treiber und morgen Jäger sein. Gerade bei der Verfolgung von Eidechsen fängt der Harris an zu scharren (Wespenbussardähnlich). Gegenüber dem Habicht hält der Harris längere Entfernungen in der Verfolgung aus, bei einem Beizvogel zählt aber hier der Trainigszustand und das tägliche Fliegen. Mehr zur Jagd des Harris folgt in den nächsten Passagen (Beizjagd).

 

Brut: Der Harris baut keine besonderen Horste, selten findet man diese höher als 10 Meter. Gebaut wird mit Wurzeln, Stöcken, Unkraut und Moos, der Horst ist meistens sehr flach gebaut. Der Terzel ist meistens für den Grundbau des Horstes zuständig, wobei das Weibchen die Endphase des Baues alleine übernimmt. Die Zahl der Eier hängt von dem Nahrungsangebot ab, so kann man hier 2 bis 5 Eier finden. Die Eier haben die Größe eines Hühnereis und sind weis mit einem leichten bläulichen Schimmer (wie bei dem Habicht). Es brütet nur das Weibchen (der Terzel übernimmt die Brut nur während das Weib Nahrung zu sich nimmt), der Terzel ist in dieser Zeit für die Nahrungsbeschaffung zuständig und vertreibt ungebetene Gäste. Die Eier werden in einem Abstand von 3 Tagen gelegt, ab den erstem Ei fängt bei dem Harris gewöhnlich die Brut an und das Weibchen sitzt fest auf den Ei (Eiern). Die Brutzeit beträgt ca. 4 Wochen, nach 17 Tagen ist der Harris schon mit Federn am ganzen Körper bedeckt. Verlassen wird der Horst nach ca. 40 Tagen, wobei die Bettelflugperiode schon mal länger dauern kann. In dieser Zeit zeigen gerade die Jungvögel kaum Scheu gegenüber dem Menschen. Jedoch haben gerade Jungvögel noch nicht dieses soziale Verhalten der Altvögel. Die Anzahl der Bruten hängt von der Witterung und dem Nahrungsangebot ab, so kann ein einzelnes Harrispaar bis zu drei Bruten im Jahr vollziehen. Die Brutzeit ist von Januar bis August. Der Familienverband kann bis zu drei Jahren bestehen bleiben, wobei sich die Jungvögel aus dem letzten Jahr bei der Pflege der neuen Geschwister mit beteiligen können.


In Kürze folgt das Thema Harriszucht.


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Noch etwas zum Alter. Ein Harris wird in der Natur im Durchschnitt bis zu 12 Jahre alt, in der Gefangenschaft ca. 20 Jahre.

Verbreitung und Unterarten: Vom Harris gibt es drei Unterarten. Parabuteo unicinctus harrisi, Parabuteo u. superior und Parabuteo u. unicinctus. Das Verbreitungsgebiet des Parabuteo unicinctus harrisi ist südliches Texas, Mexico (ohne NordWest Mexico), Mittelamerika bis westliches Ecuador und der Norden von Peru. Parabuteo u. superior hat sein Verbreitungsgebiet von südöstlichen Kalifornien über das südwestliche Arizona bis westliches Mexico. Zu Schluss sollte der Parabuteo u. unicinctus nicht vergessen werden, sein Gebiet erstreckt sich von Südamerika bis Südchile, Mittelargentinien, Paraguay, östliche Venezuela und Innerbrasilien.


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Die Beizjagd: Vorab einmal einige Bilder von einem Harrisweib, wie es einen Hasen beizt. Der Vogel wird vom Michael Etzelsdorfer (Österreich) geflogen.


Einige Angaben zum Vogel (auf den Fotos): Der Vogel befindet sich im zweiten Flug und hat ein Mausergewicht von 1180 gr., in Kondition befindet sich der Vogel bei einem Gewicht von 980 gr.. Im letzten Jahr konnte der Vogel die Hasen noch nicht halten, was sich aber in diesem Jahr geändert hat. Ansonsten sprechen diese Bilder für sich.

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Beitrag zu den Harris, von Michael Etzelsdorfer:

Ich fliege meinen Harris mit einem Jagdgewicht von 980gr, bis ich dieses Gewicht als Jagdgewicht erkannte war es ein langer Weg. Wenn man vorher Habicht geflogen hat muss man komplett umdenken wenn man einen Harris konditionieren will. Stehen lassen bringt gar nichts, man muss ihn runterfliegen und das aber täglich. Im ersten Jahr jagte er die Hasen zwar an aber er machte nie ernst. Verschiede Gewichte wurden ausprobiert, aber nichts half. Der Flugstil war träge, schwammig und wenig sehenswert. Ich war deprimiert, die Kritiker füllten sich bestätigt und grinsten sich eins. Jetzt im zweiten Jahr jagt er mit einer Konsequenz (siehe Bilder), die einem Habicht in nichts nachsteht. Er nimmt den Hasen auf jede Entfernung an (ich hatte einen Jagdflug auf 200m mit erfolgreichem Abschluss). Bei einem Habicht ist da Schluss. Schnell auf kurze Distanz, berechnend Kraft sparend auf längere Distanz. Nicht das Gewicht sondern konsequent auf das Wild bringen ist ein wichtiges Detail beim Harris. Der Habicht hat ja eine gesunde Wildschärfe, die dem Harris fehlt. Noch dazu ist ein Harris erst nach 3 Jahren ausgereift. Auch einen einzelnen Harris zum Jagen zu bringen ist schwieriger, sein Instinkt sagt ihm was anderes (Kompaniejagd). Die Kritiker grinsen nicht mehr und ich bin froh den Wechsel Habicht - Harris gemacht zu haben.

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Die Webseite der Fotografen (www.naturelight-foto.at).

Aktualisiert (Sonntag, 29. November 2009 um 19:58)