Hauben und die Art ihrer Herstellung.

hol_h1Jeder Falkner ist auf gute Hauben angewiesen und nur manche wissen was für Arbeit hinter dieser Herstellung steckt. Gerne möchte ich hier etwas Licht ins dunkle bringen um auch ein sehr altes Handwerk zu zeigen.

Als erstes möchte ich auf die verschiedenen Arten der Hauben eingehen, kann man hier doch von drei klassischen Formen ausgehen. Da wäre die indische Form, die arabische Form und die holländische Form. Alle drei Arten haben gewisse Vor - und Nachteile. Vor - und Nachteile können in der Herstellung oder bei der Verwendung der Hauben liegen.

Die älteste Form dieser drei Haubenarten scheint die indische Form zu sein. Die ersten Hauben waren noch aus Stoff und wurden hier erstmals in Japan verwendet. Bis zur Entstehung der ersten Hauben wurden die Falken durch das Aufbräuen* der Augenlieder in Ruhestellung gebracht. Gerade Wildfänge müssen die ersten Stunden in Ruhe gebracht werden, dieses erkannten auch die "alten" Falkner. Mit der Zeit kamen aber auch die Nachteile des Aufbräuens und man wollte die Falken auf eine andere Art ruhig stellen. In Japan erfand man somit die ersten Hauben, welche wie schon erwähnt aus Stoff waren (siehe Bild). Der Nachteil dieser Hauben bestand darin, dass sie aus Stoff waren, keine Passgenauigkeit hatten. Jeder Falke versucht eine Haube abzustreifen und nutzt dazu seine Hände zum kratzen. Diese Stoffhauben wurden immer wieder zum Verhängnis des Falken, denn sehr schnell hatte dieser Fäden gezogen und sich mit der Hand im Stoff verfangen. Also musste ein anderes Material her und so versuchte man die nächsten Hauben aus Leder herzustellen.

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(Im rechten Bild kann man eine Nachbildung einer der ersten japanischen Hauben sehen) Mit dieser Haube war ein langes Verhauben noch nicht möglich, da es hier noch keine Öffnung für den Schnabel gab. Die Verarbeitung von Leder war auch schon zu damaliger Zeit sehr fortgeschritten und somit nahmen sich viele Sattler dieser Arbeit an. Wollten gerade die fürstlichen Falkner einen ruhigen Falken auf der Faust, wenn sie mit ihrem Gefolge ausritten. Die ersten Versuche sahen noch nicht so Glücklich aus und so entstanden sehr viele Arten der Hauben. Mit der Zeit näherte man sich immer mehr, der heutigen indischen Haube. Ob die Entstehung dieser Haubenform wirklich in Indien passierte ist nicht gesichert, viele sind hier der Meinung dass diese Haubenform aus Japan oder China stammt. Der Vorteil liegt hier in der Herstellung der Haube, welche mit wenigen Handgriffen hergestellt werden kann. indischEntgegen der anderen beiden Haubenformen muss die indische Haube nicht geblockt werden. Alleine durch das Schnittmuster entsteht genügend Platz für die Augen. Für den Verschluss gibt es zwei Techniken, auf diese werde ich später eingehen. Rechts auf dem Bild kann man eine typische indische Haubenform sehen, hier wurde als Material wasserfestes Nylon genommen. Als Verschluss wurde die bekannte und herkömmliche Art verwendet.

 

 

Fortsetzung folgt......

Aktualisiert (Freitag, 22. Mai 2009 um 09:14)